Samstag, 19. März 2016

Der Blick über den Tellerrand zur agilen Szene - 5. "Agile Cologne" und 50. Scrumtisch Köln

"Stillstand ist der Tod" - so möchte ich meinen heutigen nicht technischen Beitrag beginnen. Denn wer irgendwann stehen bleibt, kann sich meiner Meinung nicht weiter entwickeln.

Begonnen hat der ganze Transformationsprozess in unserem Team vor mehr als 1 Jahr. Der Hauptgrund dafür waren neue Strukturen nach Wechsel des Teamleiters, der sich neuen Aufgaben gewidmet hat. Sein Nachfolger war schon etwas infiziert mit dem Wind von neueren Methoden, wie sich das Team fortan organisieren könnte. Als Experiment wurde Kanban verprobt mit dem Ziel von weniger Bürokratie, mehr Transparenz, besserem Wissenstransfer und entsprechend höhere Selbstorganisation.


Wir haben viel experimentiert, über die Ergebnisse retrospektiviert und immer wieder neue Einflüsse auf uns wirken lassen. Auch haben wir über Software-Lösungen nachgedacht, sind uns aber einig, dass uns das physische Board am besten gefällt. Mit der Hilfe von Kollegen, die auf diesem Gebiet schon besonders firm sind, konnten wir auch eine kontinuierliche Verbesserung des Boards erreichen.

Nach diesen Erfahrungen kam bei mir und einem Kollegen der Wunsch auf, unsere Erfahrung in diesem Themengebiet zu vertiefen und wieder neue Luft zu schnuppern. Am Freitag 11.03.2016 findet in Köln im Mediapark die 5. "Agile Cologne" statt, eine ganztägige Veranstaltung mit ca. 150 Teilnehmern zum Thema "Agile". Die ganze Zeit wird in parallelen Streams im Open Space Format abgehalten, d.h. in Summe ca. 40 Session á eine Stunde Dauer.


Meine Sessionplanung:
  1. Lässt sich Selbstorganisation / agil verordnen?  11.30-12.30
  2. Die gelben Stämme - Yello Strom wird agil       12.30-13.30
  3. Einfach mehr schaffen                                        13.30-14.30
  4. You build it - You run it                                      14.30-15.30
  5. Warum scheitern immer mehr Scrum Projekte   15.30-16.30
  6. Agile Church                                                       16.30-17.30
Zu meinen Eindrücken schreibe ich später nochwas. Angeregt durch die neuen Themen, wollte ich auch den 50. Scrumtisch fast an gleicher Stelle besuchen, nur 5 Tage nach der Agile Cologne. Mehrere neue Gesichter waren mir bereits bekannt, so dass man sich fühlt, als wäre man schon ewig dabei. Der Scrumtisch ging von 19 - 22 Uhr am Mittwoch. Ebenso gab es wieder Sessions im Open Space. Dadurch ist der Austausch viel intensiver als bei reinen Vorträgen, gepaart mit direkten Diskussionen.



Nach einer kurzen Vorstellungsrunde zu den 2 Fragen: "Warum bin ich hier" und "Was für ein Jubiläum hatte ich kürzlich" wurden schon die Sessions geplant und dann ist der Scrumtisch gestartet.

Was bleibt?
Ich für mich fand es als Bereicherung in die neuen Welten der Agilität zu schnuppern. Auch wenn ich momentan keine Veränderung dahin in diese Richtung plane, ist der Austausch damit für mich aber besonders wertvoll. Einerseits um Wissen aufzusaugen und andererseits das Wissen mit zu nehmen und weiter zu verteilen oder auch vielleicht etwas davon ins Team zu transportieren. Agilität und alles was damit zusammen fällt, ist auch sicher kein Allheilmittel. Aber es bringt neue Ideen und Methoden in die sich verändernde Arbeitswelt, warum also nicht davon profitieren. Ich denke, ich werde auch weiter die Scrumtische besuchen, in diversen Büchern schnuppern und versuchen auch davon zu lernen. Aber auch bei uns in  der Firma gibt es schon den Open Space, die Retrospektiven, Lean Cafe und andere Aspekte der agilen Welt, die sicher immer weiter ein Teil unserer Methodik wird. Ich finde das Thema jedenfalls sehr spannend.

Viele agile Grüße
Holger